Saranda

Saranda ist eine kleine Hafenstadt in der südlichsten Bucht Albaniens, am Ionischen Meer. Heute ist Saranda vor allem als Badeort bei Touristen beliebt. Besucher finden dort aber nicht nur Sandstrände und kristallklare, saubere Buchten. Sondern auch wunderschöne und uralte Ruinen des Klosters der vierzig Märtyrer und viele weitere frühzeitliche Überreste der damaligen Bauten.
Nachdem nicht mehr nur hauptsächlich Albaner Urlaub in dem schönen Ort machen, wurden in den letzten Jahren viele Hotels und Ferienwohnungen errichtet. Leider hat Saranda dadurch an seinem antiken Charme verloren. Nach wie vor sind jedoch die berühmtesten Sehenswürdigkeiten die antiken Ruinen von Butrint, die etwa 15 Kilometer südlich der Stadt liegen und seit 1992 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind beispielsweise die altertümliche Stätte Phoinike, in der 2006 ein Theater gebaut wurde, oder die byzantinische Kirche “Shën Kollë” in Mesopotam.

Bevölkerung und Geschichte Sarandas
Saranda ist nur wenige Kilometer von der südwestlich gelegenen, griechischen Insel Korfu entfernt. Von den rund 17500 Einwohnern gehörten im Jahre 1990 noch ca. 7500 Menschen zur griechischen Minderheit der Einwohnerzahl. Im Laufe der nächsten zehn Jahre verringerte sich diese Zahl auf nur noch 3500. Dieser Rückgang ist vor allem den wirtschaftlichen Bedingungen geschuldet. Denn ethnische Griechen bekamen im Nachbarland viel leichter eine Aufenthaltsgenehmigung.
Im Balkankrieg beanspruchte die Athener Regierung aufgrund der griechischen Minderheit Städte im Süden und Südosten Albaniens – darunter Saranda – für Griechenland. 1914 wurde der Ort jedoch von den Griechen geräumt, nachdem die europäischen Großmächte Druck ausübten. In diesem Jahr wurde Saranda auch mit Albanien vereinigt.